~                   Zierfische                         ~


Begonnen hat meine Leidenschaft für Aquarien und deren Bewohner mit Goldfischen, als ich als ca. 6-Jährige mein erstes kleines Aquarium geschenkt bekommen habe. Doch schnell fand ich auch großes Interesse an Warmwasser- bzw. Zierfischen. So kam es, dass ich neben einem Goldfischbecken auch immer ein Warmwasser Aquarium betrieb.

Unten: kurz nach dem Einrichten. Zwischenzeitlich wurden einige Pflanzen durch andere ersetzt.

Die Fische, die ich in diesem Becken pflegte, haben mir viele interessante Einblicke in ihr Leben geschenkt. So konnte ich z.B. ein  Ancistrus - Männchen dabei beobachten, wie es regelmäßig sein Gelege in einem Huckepackfilter bewachte.

Einige Baby - Ancistren kurz nach Verlassen der Ablaichhöhle - in diesem Fall der Huckepackfilter. Das Problem beim "braunen" Ancistrus ist, dass sie sich oftmals "wie die Karnickel" vermehren und man sich Gedanken darüber machen muss, wo man all den Nachwuchs unterbringt!

Ein Schleier-Ancistrus Weibchen. Der Bauch ist prall mit Laich gefüllt

Hier dasselbe Tier von der Seite:

Unten ein männliches Tier. Leider bekamen alle 3 Schleier-Ancistren diese "blutunterlaufenen" Brustflossenstrahlen. Es scheint sie aber nicht zu beeinträchtigen.


17.01.2018

Die Schleier-Ancistren sind in Laichstimmung. In dem Gehölz befindet sich eine röhrenartige Höhle, in der bereits zuvor schon einmal abgelaicht wurde, doch leider schlüpften keine Jungfische, bzw. hat der Vater den Laich irgendwann aufgefressen. Dieses Mal will auch das kleinere Weibchen offensichtlich Laichen ...


Donnerstag, der 08. 03. 18 

Endlich hat es geklappt. Das Ancistrusmännchen "Rasputin" hat mit dem kleineren Weibchen in einer halben Kokosnusschale abgelaicht. Der Schlupf der Larven erfolgte am 15. 03. und am Mittwoch, den 21. 03. habe ich die Schale samt Rasputin und ca. 70 Babies in einen Netz-Wurfkasten umgesiedelt. Da der Papa aber entsprechend aufgebracht war, habe ich, ihn zum Schutz der kleinen Ancistrus-Schar, zurück ins Aquarium gesetzt.

Endlich hat es mal mit dem Nachwuchs geklappt. Hoffentlich wachsen die Kleien gut heran ...


Eine Woche später. Manche der Babies haben noch immer nicht gefressen - es scheint, als würde ihr Dottervorrat irgendwie gar nicht abnehmen. Jedenfalls sieht man durch ihre Haut noch immer den gelben Bauch, wie auf oberen Bild - diese Tiere verenden eines nach dem anderen. Die agilen Geschwistertiere machen sich eifrig über das dargereichte Geleefutter und das gedünstete Gemüse her und ihr Verdauungstrakt scheint grünlich durch ihre Haut.


04. 04. 18

Mittlerweile sind alle Ancistrusbabies mit gelblichem Bauchinhalt gestorben - aber die verbliebenen ca. 70 munteren Jungwelse sind kaum satt zu bekommen. Sie sind jetzt ungefähr doppelt so groß und erinnern mich an einen Schwarm hungriger Heuschrecken, wenn sie sich über das Futter hermachen. So eine Zucchini-Scheibe wird binnen 2 Tagen restlos vernichtet. :o)


04. 05. 18

Genau einen Monat später sehen meine Schleierlis so aus:

Ich habe bereits ca. 20 der Jungwelse an einen anderen Aquarianer zur weiteren Aufzucht abgegeben. Ca. 50 Kleinwelse leben jetzt im 54l Aquarium, um weiter heranzuwachsen. So nach und nach muss ich mich auch von ihnen trennen und nur noch wenige für mich selbst behalten ...


Auch beim Ablaichen der Albino - Corydoras konnte ich zusehen ...

In unterer Bilderreihe erkennt man zwei Panzerwelse bei der Paarung, in der sogenannten "T-Stellung".

Hier ein Weibchen mit ihren befurchteten Eiern zwischen den Bauchflossen. Sie versucht nun einen geeigneten Ablageplatz für ihr kostbares Gut zu finden.


Die kleine und überaus entzückende Boraras maculatus. Ein hübsches Kleinod für das gepflegte Gesellschafstbecken mit ruhigen, friedfertigen Beifischen.


Guppies machen eigentlich immer Spaß, wenngleich sehr viele Tiere heutzutage leider doch sehr empfindlich sind. Bei mir hat es sich bewährt, neuerworbene Guppies vor dem Einsetzen ins Aquarium für 20 Minuten in einem Kurzsalzbad zu behandeln.

Sollten die Tiere nach 1-2 Tagen dennoch anfangen, Unwohlsein in Form von Flossenklemmen zu zeigen, wiederhole ich die Salzbehandlung - danach gibt es meist keine durch das Umsetzen verursachte Probleme mehr.


Ein Albino - Schleierancistrus mit PHS auf einem Futterstein. Dieses Futter stelle ich selber her.


Unten ein Beispiel für das relativ einfache Gestalten eines kleinen 54 l Aquariums. Hier fühlt sich mein Betta-Männchen "George" sehr wohl. Er hat zur Gesellschaft einen kleinen Trupp Boraras maculatus und Red Fire Garnelen.

Nicht jeder Betta eignet sich für die Vergesellschaftung, bzw. nicht jeder kleine Friedfisch ist als Gesellschafter für einen Betta geeignet. Die gängige Empfehlung lautet sogar, einen Betta immer alleine zu pflegen und ihm höchstens Schnecken und/oder kleine Garnelen als "Kumpels" dazuzugesellen! Auch können manche Bettas zum Springen neigen, sodass ein offenes AQ ebenfalls nicht unbedingt empfehlenswert ist. "George" - mit seiner leider überaus üppigen Flossenmasse - war nicht in der Lage, sich aus dem Wasser herauszukatapultieren ...


Ein weiteres Aquarium. Ausschließlich mit Cryptocoryne crispatula bepflanzt.


Untenstehendes Becken habe ich für CPO und Endler Guppies eingerichtet.


CPO:


Seit dem 20. 07. 2017 habe ich wieder ein großes Warmwasser-Aquarium in Betrieb.

Aber geplant war alles ganz anders ...

Was mir an der Aquaristik ja besonders gefällt, ist eine Unterwasserlandschaft zu gestalten, die durch ihre Pflanzenpracht besticht. Holländische Pflanzenaquarien waren für mich schon als Kind ein wahrer Traum. Aber auch die "moderner" eingerichteten Aquarien des bekannten Aquascapers Takashi Amano (und all seine "Nachahmer") fesseln mich und ich könnte mir solche Becken stundenlang anschauen. Allerdings können solch reichlich bepflanzte Unterwasserdschungel zumeist nur mit gehörigem Aufwand über Jahre hinweg erfolgreich aufrechterhalten werden - für jemanden mit schmalem Budget eher kaum zu realisieren. Darum musste ich Kompromisse schaffen. Im Laufe der vielen Jahre habe ich ein paar Wasserpflanzen gepflegt und herausgefunden, dass sich einige von ihnen auch mit eingeschränktem Lichtangebot, ohne CO2 und teurem Aquasoil sehr zufriedenstellend pflegen lassen. Allem voran zu erwähnen sei hier die Riesenvallisnerie, die bei mir unter LED Birnen (6000 Kelvin) sogar im Aquarium regelmäßig geblüht hat. Doch in meinem neuen Warmwasserbecken wollte ich keine Riesenvalli mehr pflegen, weil sie sehr dominant wächst und allem unter ihr befindlichem Grün das Licht streitig macht, da ihre Blätter 1,50 cm lang und bis zu 2,5 cm breit werden! Anubias, Cryptocorynen, Farne und sogar der wunderschöne "Flipper" gedeihen ohne die alles überschattende Vallisneria gigantea americana gut. Javamoos wächst leicht schütter in meinem 60 cm hohen Becken, sieht aber dennoch noch ansprechend aus. An der Wasseroberfläche treibt Pistia, welche mittels Nylonschnur und Saugern direkt unter der Beleuchtung gehalten wird. Gut aber langsam wächst auch die Moosalge (Aegagropila linnaei), die ich auf Steine aufgebunden habe. Die Nadelsimse ist in diesem Aquarium mit der relativ geringen Beleuchtung ein Versuch - mal schauen, wie sie sich macht.


Untenstehend: das Aquarium 3 Wochen nach dem Bepflanzen. Was mir nicht gefällt ist die Wasserfärbung. Diese entsteht, weil das Moorkienholz - obwohl ich es schon seit Jahren in Gebrauch habe - noch immer das Wasser leicht gelblich verfärbt. Diese Gelbfärbung in Kombination mit der hellblauen Rückwand und der relativ geringen Ausleuchtung des Beckens, lässt das Wasser im grünen Licht erscheinen.

Im Hinblick auf den geplanten Fischbesatz, habe ich mich also daran gemacht, das Aquarium - wie ich finde - optisch ansprechend zu gestalten. Da sich hier einmal Maroni Buntbarsche (Cleithracara maronii) zusammen mit ca. 20 Phantomsalmlern ( Hyphessobrycon megalopterus) wohlfühlen sollen, habe ich das Becken reichlich mit großen Moorkienhölzern gut strukturiert. Die Schwimmpflanzendecke, bestehend aus Pistia stratiotes, sorgt für Sicherheit und dimmt den Lichteinfall ein wenig - außerdem nimmt die schnell wachsende Pflanze mit ihren üppig sprießenden Wurzeln viele "freie" Nährstoffe auf und sorgt so - zumindest der Theorie nach - vorbeugend gegen Algenwuchs. Die kleinen Red Fire Garnelchen, die ebenfalls in diesem Aquarium wohnen, tun ihr Übriges, um Algen gar nicht erst aufkommen zu lassen. Unterstützt werden sie durch die immer fleißig "schrubbende" Posthornschnecke.
Wenn die Maronis einmal eingezogen sind, werden sich die kleinen Reds natürlich nicht mehr vermehren können, da die Junggarnelen von den Barschen, und sicherlich auch von den Salmlern gefressen werden - aber ich hoffe doch, dass zumindest die adulten Garnelen sicher sind. Jedoch ist mir schon bewusst, dass die Maronis, wenn sie erst einmal eine gewisse Größe erreicht haben, den kleinen Reds gnadenlos nachstellen könnten. Dann "tröste" ich mich mit dem Gedanken, dass dieses Aquarium ja für die Barsche und die Salmler als Hauptbewohner gedacht war/ist und erfreue mich an meinen kleinen Garnelchen in einem anderen Becken!


Am 10. 08. sind 10 wunderschöne Phantomsalmler in mein 450 l AQ eingezogen. Der Schwarm soll noch aufgestockt werden, denn auch wenn der Schwarze Phnatomsalmler eig. nicht wirklich im Schwarm schwimmt, so ist er doch ein echter Schwarmfisch, der sein arttypisches Verhalten erst so richtig zur Schau stellt, wenn er genügend von Seinesgleichen um sich weiß. Dennoch scheinen sich meine 10 Gesellen auch jetzt schon so richtig wohlzufühlen. Ich konnte es selber kaum glauben, doch schon am nächsten Morgen nach dem Einsetzen der 10 Salmler, fingen die 4 Männchen an, wie die aufgeregten kleinen Schmetterlinge um die Weibchen zu balzen. Es war ganz wundervoll, die kleinen Fische bei ihrem Treiben zu beobachten und im Laufe des Vormittags konnte ich sehen, wie die Weibchen mit den Männchen ins Pflanzendickicht schwammen, um dort abzulaichen.


Und schon wieder eine Planänderung!

Am 22.08. sind meine neuen Blue Diamond Skalare von Bayern zu mir nach Hause gekommen. Sie waren per Over Night unterwegs. Die Wassertemperatur in ihren Transportbeuteln war auf nur 19 °C abgesunken und ich mache mir Sorgen ...


Eigentlich hatte ich mich nach tagelanger Suche nach dem passenden Hauptfisch für mein neues Warmwasser Aquarium letztendlich für die wunderschönen und sehr ruhigen Maroni Buntbarsche entschieden, nachdem ich den Tüpfelbuntbarsch und auch den Elliot Buntbarsch wieder von meiner Liste der in die engere Wahl kommenden Fische gestrichen hatte. Grund für die Disqualifizierung der beiden letztgenannten Buntbarsche ist, dass sie sich doch sehr häufig und regelmäßig auch im Gesellschaftsaquarium vermehren - und wie, erstens all die Jungfische dann aus einem gut strukturierten und reichlich bepflanzten Becken herausfangen und zweitens, wohin dann nur mit all den Nachkommen? Also habe ich mir wieder den Kopf zerbrochen, was für einen Hauptfisch ich zu meinen schwarzen Phantomsalmlern setzen könnte. Da fiel mir der Maroni Buntbarsch wieder ein, den ich eigentlich schon als junger Erwachsener immer einmal hatte pflegen wollen. In dem Zoogeschäft, das ich eigentlich früher immer guten Gewissens empfohlen hatte, wenn es um Zierfische ging, fand ich auch ein paar kleine Maronis. Aber sie sahen wirklich nicht gut aus. Hockten mit zusammengefalteten Flossen und sehr dunkel gefärbt am Boden des Verkaufsbeckens. Mit ihnen im Becken schwammen einige Schwertträger - krank! Nachdem ich den Verkäufer befragt hatte, stellte sich heraus, dass diese Schwertträger schon durch, wie er sagte, alle Behandlungen hindurch wären und nicht mehr zu retten seien. Wenn also die Schwertträger bereits mannigfaltige "Chemiebäder" durchlaufen hatten, haben auch die Maronis diese Prozedur erdulden müssen. Kein Wunder, dass es ihnen schlecht ging! Wo aber, sollte ich jetzt meinen Wunschfisch herbekommen? Internet? Gut - habe ich also wieder gesucht, aber nichts gefunden, denn niemand wollte seine Fische per Over Night verschicken. Mittlerweile wollte ich keine Fische mehr über den Handel beziehen und schon gar nicht über den Onlinegroßhandel. Also habe ich mich auch vom Maronibuntbarsch als Hauptfisch für mein 450 l Aquarium verabschiedet. Aber was nun? Die große Gruppe der Labyrinther schied aus, weil mein Aquarium oben offen ist. Da Labyrinthfische ihre Atemluft von der Wasseroberfläche aufnehmen, sollte die Luft oberhalb des Aquariums ungefähr dieselbe Temperatur, wie das Wasser haben, damit sie sich nicht ihr empfindliches Atemorgan schädigen. Dies ist bei mir nicht gegeben ... Nach langem hin und her und Überlegungen, ob ich evtl. einfach ein paar hübsche Guppys als muntere Farbkleckse zu meinen Phantomen gesellen sollte, dachte ich kurzzeitig sogar an Diskus. Doch auch ihn habe ich schnell wieder von meiner Liste gestrichen. Und dann bin ich über den blauen Pinoy Skalar "gestolpert" und da fiel mir ein, dass ich ja sogar 2 dieser wunderbaren Tiere schon gezeichnet hatte.

Wow! Wenn ich solche Fische bekommen könnte, wäre ich glücklich - dachte ich bei mir und schon ging die Suche im Interne wieder los. Ernüchtert musste ich feststellen, dass es nicht leicht, wenn nicht sogar unmöglich sein würde, an Pinoy Scalare zu kommen, aber da sah ich eine Anzeige im WWW: Blue Diamant Skalare zu verkaufen. Zwar waren die Bilder der vom Verkäufer angebotenen Tiere nicht im geringsten mit einem Pinoy Skalar vergleichbar, aber dennoch gefielen sie mir - so als Alternative. Somit habe ich mit dem Verkäufer telefonischen Kontakt aufgenommen und ihm meine Gedanken und Wünsche geschildert. Schnell wurden wir uns einig und schon am 22.08. kamen die 6 bestellten Fische bei mir an. Leider muss ich nun sagen, dass ich doch recht enttäuscht bin von dem, was ich "ungesehen" gekauft habe. Die Fische sollen laut Aussage des Hobbyzüchters 5 Monate alt sein. OK, für einen der 6 trifft das vielleicht zu - er hat einen Körperumfang eines 5 Mark Stücks (und so groß sollten eig. alle von mir bestellen Fische sei!). Er sieht auch sehr hübsch aus, aber leider ist er auch der einzige von den 6 gekauften Fischen, der meinen Erwartungen entspricht - und ein weiteres "Leider": Er hat eine ausgefranste Oberlippe und ich meine auch, eine Schwellung am Auge. Die 5 Geschwistertiere sind - na ja, mickrig würde es wohl ganz genau beschreiben. Gerade mal so groß, wie ein 1 € Stück. Besonders 3 Tiere sind so klein und dünn, dass ich nicht weiß, ob ich sie durchbringen kann, zumal sie auch nicht an die angebotenen Futtersorten gehen. Sie nehmen zwar die dargereichten Mysis, den feinen Krill und das zerstoßene Pelletfutter in ihre Mäuler, kauen dann aber doch recht lustlos darauf herum und spucken das Futter dann wieder aus. Nur die frisch gefangenen schwarzen Mückenlarven fressen sie, doch davon habe ich leider kaum noch einen Vorrat. Und das, obwohl mir der Verkäufer erzählt hatte, dass er seinen Tieren einen abwechslungsreichen Speiseplan anbietet. Jetzt habe ich beobachtet, dass sie mir mit stoischer Geduld die Fühler meiner PHS abfressen. Zwei der Kleinen haben zudem eine leichte Delle kurz vor dem ersten Strahl der Rückenflosse und die langen Bauchflossen von deinem dieser Fische wächst in einem Bogen zur anderen Körperseite hin. Um ehrlich zu sein, hätte ich mir, hätte ich die Fische zuvor sehen können, keinen dieser Skalare gekauft! In meinen Augen sind die 6 Tiere noch viel zu klein, um in einem Gesellschaftsbecken schwimmen zu können. Ich denke, sie müssten noch in einem Aufzuchtbecken untergebracht sein und 4 mal am Tag gefüttert werden. Durch das viele Füttern der vergangenen Tage, fieberhaft darum bemüht, herauszufinden, was ihnen denn wirklich schmeckt, sind meine 10 Phantomsalmler nun "schön rund" geworden, denn sie machen sich begierig über alles her, was ich ihnen anbiete. Tja - Onlinekäufe eben ... Heute (24.08.) werde ich meinen 6 Skalaren weiße Müla, Artemia und Rogen kaufen. Der bestellte FD Calanus hat leider Lieferverzögerung und kommt erst Mitte Oktober.


Am Telefon hatte mich der Verkäufer dahingehend beraten, dass er mir dringend riet, die Fische langsam und schrittweise an mein Aquariumwasser zu gewöhnen - hier sitzen die neuen Skalare also noch in ihrem Akklimatisierungsbehälter.
Für die Eingewöhnung, bzw. das Angleichen der Wasserwerte habe ich eine Wanne mit Aquarienwasser aus dem Becken gefüllt, in welches die Fische einziehen sollen. Dann habe ich einen Heizer auf dieselbe Temperatur eingestellt, wie auch im Aquarium herrscht und noch ein paar Pistias (Muschelblume) mit in die Eingewöhnungseinheit gegeben. Die 6 Skalare, welche zu je 2 Tieren in 3 Transporttüten schwammen, habe ich dann vorsichtig samt ihrem Wasser in das kl. Plastikaquarium umgesiedelt. Langsam und über einen Zeitraum von ca. 60 min. alle 5 min. etwas des Aquariumwassers aus dem 450l Beckens hinzugefügt. Anfänglich lag der größte meiner 6 neuen Skalare auf der Seite, doch dann hat er sich schnell aufgerichtet und alle 6 Neuankömmlinge haben Schutz unter der Pistia gesucht.

Nachdem ich nun schrittweise und langsam das Wasser im 5 l Aquarium mit dem Wasser meines 450 l Beckens gemischt hatte, habe ich alle 6 Skalare mit einem Kescher in ein weiteres kl. Kunststoffaquarium umgesetzt, welches ich diesmal vollständig mit Aquarienwasser aus dem 450 l Becken gefüllt hatte.

Auch hier erkennt man selbst durch die milchige Wandung der Kunststoffbox, wie dünn die neuen Tiere sind. Die Oberlippe des größten Fisches ist bereits erkennbar geschädigt. Alles in allem sehr enttäuschend und nicht, was ich erwartet hatte.

Natürlich sind die Neuankömmlinge nach dem Einsetzen in meine Aquarium erst einmal hinter der Wurzel verschwunden, um Deckung zu suchen. Genau das hatte ich auch so erwartet und die 6 Scalare bewusst in der rechten Ecke meines Aquariums in ihr neues Zuhause entlassen, denn dort befindet sich viel Gehölz. Nach kurzer Zeit schon, begannen die 2 mutigsten Skalare ihre neue Heimat zu inspizieren. Der Züchter sagte mir, dass die Fische 5 Monate alt seien. Nun, für 5 Monate waren sie allerdings, bis auf den Größten, viel zu klein und regelrecht unterentwickelt!

Besonders das linke Tier auf unterem Bild sieht mir doch sehr unterernährt und kümmerlich aus.

Auch hier gut zu erkennen, wie mager meine neuen Fischchen sind ...

Ihre Körper haben eine ungefähre Größe eines 1€ Stücks. Einer - und wie ich finde, auch der Schönste - hat eine Körpergröße eines 5 Mark Stücks. Er hat sich als letzter aus seiner Deckung getraut (das untere Tier). Jetzt bestätigte sich, dass seine Oberlippe wie "angefressen" aussah. Kein gutes Zeichen ...


Meine 10 schwarzen Phantomsalmler legen immer mehr an Färbung zu. Die Weibchen, von denen ich 6 Tiere pflege, bestechen durch ihre knallrote Beflossung - abgesehen von Schwanz- und Rückenflosse, die tragen sie in einem Schwarz.

Ein Größenvergleich  - na, die Skalare müssen noch tüchtig wachsen ...


10 Tage sind nun vergangen, dass die Blue Diamant Skalare in meinem 450 l Aquarium schwimmen - einer hat es nicht geschafft und für 2 weitere Tiere sehe ich bedauerlicherweise auch schwarz. Es hat mich 4 Tage gekostet, bis die dünnsten und sehr kümmerlich aussehenden Fische ans Futter gegangen sind. Mittlerweile fressen 3 der 5 verbliebenen gut bis gierig, doch 2 wollen einfach nicht wirklich "in die Gänge kommen". Ihre Körper sehen sehr ausgemergelt aus, die Augen erscheinen viel zu groß ... zudem verlässt fadenförmiger, weißer Kot ihren Verdauungstrakt. Der Größte von ihnen, hat sich zu einem kleinen Tyrannen entwickelt und verjagt die Kleineren - skalartypisch - regelmäßig aber ohne übermäßige Aggressivität aus seinem "Dunstkreis". Die kleinen Skalare scheint es nicht weiter zu stören, denn sie werden vom Großen nicht mehr behelligt, sobald sie sich nur einige Zentimeter von ihm entfernt haben. Leider verheilt seine Oberlippe nicht und die Augenschwellung nimmt ebenfalls an Umfang zu.
Ich befürchte, dass ich auch ihn nicht durchbringen werde. Darum habe ich beschlossen, 8 weitere kleine Skalare zu kaufen. Diesmal jedoch wieder im Zoohandel, denn hier sehe ich, was ich für mein Geld bekomme! Einen Onlinekauf von Zierfischen werde ich nicht mehr tätigen. Ich habe meine Lektion gelernt!


Unten sieht man das größte, kräftigste  Tier meiner nun nur noch aus 5 Fischen bestehenden Blue Diamant Gruppe, nachdem er jetzt 10 Tage bei mir lebt. Er hat sich gut gemacht, färbt sich immer intensiver aus. Wie bedauerlich, dass er dennoch ein Problem zu haben scheint, denn die Lippe wird nicht besser und das Gewebe über dem rechten Auge sieht immer "schwammiger" aus (auf dem Foto leider nicht zu erkennen) ...

Und auch seine Geschwister erscheint mir noch immer sehr kümmerlich. Ich hege eine böse Vorahnung ...
Dies ist einer von 2 Fischen mit der kleinen Einkerbung in der Rückenlinie. Man erkennt es recht deutlich auf unterem Bild. Auch die Schnauzenpartie und die Augen erscheinen viel zu spitz und proportional. Das sind deutliche Anzeichen von Kümmerwuchs.

... noch einmal derselbe Fisch ...


31.08.17 - 8 neue, und in meinen Augen überaus vielversprechende Skalare, sind eingezogen.

Diese kleinen Skalare sind nicht größer als meine kleinsten Blue Diamonds, doch um vieles vitaler und besser genährt. Nach Ankunft in ihrem neuen Zuhause sind sie begierig an das von mir dargereichte Frostfutter gegangen. Es ist eine Freude, ihnen beim Fressen zuzusehen.

Natürlich habe ich jetzt viel zu viele Skalare in meinem Aquarium - zumindest, wenn die Fische einmal anfangen, ihre Reviere als Paare zu verteidigen. Doch für die Jungfische ist es sinnvoll, wenn sie sich aus einer größeren Gruppe heraus den richtigen Partner aussuchen können.

Auch meinen kleinen Trupp schwarzer Phantomsalmler habe ich um 18 weitere Tiere aufgestockt.


07. 09. 17 - jetzt ist mir nur noch einer von anfänglich 6 Blue Diamnt Skalaren verblieben. Ich bin wirklich betrübt über die Situation und stelle mir die Frage, ob die Fische aufgrund viel zu kühlen Wassertemperatur in ihrenTranzportbeuteln Schaden genommen haben (obwohl der Verkäufer ein Heatpack an den Deckel der Styropoorbox geklebt hatte, hatte das Wasser nur noch 19°C) oder ob der Verkäufer mir seine "letzten Verrecker" eingetütet hat. Von Anfang an war auffällig, wie ausgemergelt und kümmerlich die Fische aussahen. Wahrscheinlich war es eine Kombination der Geschehnisse: Stress, Unterkühlung und schlechter Allgemeinzustand haben schließlich dazu geführt, dass die Fische keine Überlebenschance hatten. Schon wenige Tage, nachdem ich meine 6 Blue's erhalten hatte, war die Anzeige des Verkäufers nicht mehr online.


Obiges Bild entstzand am 07.09.17. Die neuen Skalare machen sich recht gut und beginnen bereits ihre Reviere gegen ihre Artgenossen zu verteidigen, indem sie sich kleine Rangeleien liefern.

Dies ist der einzige Blue Diamant Skalar, der sich soweit gut entwickelt und in mir die kleine Hoffnung aufkeimen lässt, dass er überleben wird.

Die schwarzen Phantomsalmler erstrahlen in ihren kühnsten Farben. Die Weibchen haben bereits wieder einen deutlichen Laichansatz.

Behandlung gegen Kiemen- und Hautwürmer
Leider zeigen meine Skalare deutliche Anzeichen von einem Befall der oben genannten Hautparasiten. Ob evtl. auch ein endoparasitärer Wurmbefall vorliegt, kann ich nur erahnen. Aufgrund der sehr mageren Gestalt der neuen Blue Diamants, sowie ihres bisweilen weißlichen, recht fadenartigen Kots, liegt die Vermutung nahe ...
Also habe ich am 10.09.17 eine Behandlung mit Tr**** begonnen.

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Warum arbeitet das Hirn manchmal so langsam?
Aufgrund all der von mir beobachteten Symtome an den Blue Diamant Skalaren, hätte ich schon früher darauf kommen müssen, dass die Fische von Parasiten befallen sind! Aber ich habe den stressigen und bei zu kühlen Temperaturen vorgenommenen Over Night Transport für ihren schlechten Allgemeinzustand verantwortlich gemacht. Mittlerweile jedoch ist mir klar, dass die Tiere von Haut- und Kiemenwürmern, sowie auch Darmparasiten befallen sein müssen. Aufgrund dieser Tatsache hätte ich gar keine weiteren Fische dazu kaufen sollen. Aber - wie sagt man doch bisweilen? - ich war wohl betriebsblind. Ich hoffe nun, dass ich jetzt wenigstens meine verbliebenen 6 Skalare retten kann.

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Die Folgebehandlung mit Tremazol wurde von mir genau 7 Tage später durchgeführt, da die eierlegenden Lästlinge bei einer Wassertemperatur von 24° bis 26°C spätestens nach einer Woche geschlüpft sind. Die Fische, Schnecken und Wasserpflanzen haben die Behandlung offensichtlich sehr gut überstanden, jedoch sind mir nach dem großen TWW ein paar wenige Garnelen verendet.
Mittlerweile sind 5 meiner verbliebenen Skalare schon deutlich gewachsen - nur einer ist im Wachstum etwas zurückgeblieben - und bekommen eine immer "kompaktere" Statur. Ihr Hunger ist zurück und das dargereichte Futter wird mit großer Gier gefressen. Der Kot ist jetzt wieder wie er sein soll!


04.11.2017

Ein kleines Update.
Nach den anfänglichen Schwierigkeiten mit meinen Skalaren läuft jetzt alles recht zufriedenstellend. Zwar wachsen meine Segelflosser recht unterschiedlich, doch sind sie alle fit und munter und fressen mittlerweile auch mein selbst hergestelltes "Crème de la Green", sowie den gefriergetrockneten Calanuns mit Begeisterung. Leider muss ich feststellen, dass die Phantomsalmler sich manchmal den langen Brustflossen der Skalare vergreifen.


Hier mal mein größter Skalar mit dem äußerst einfallsreichen Namen "Panda" :o)

Und so sah er aus, als ich ihn bekam:


14.01.18:

4 Monate sind vergangen und 2 meiner Skalare haben das erste Mal gelaicht. Panda, der hübsche Fisch oben zu sehen, hat sich mit O'brian "vermählt" und am 05.01. ein schönes Gelege auf ein Anubias bartheri Blatt abgesetzt. Natürlich, wie das bei Barschen des Öfteren vorkommt, haben sie den Laich nach 2 Tagen aufgefressen. Es fing damit an, dass besonders O'brian sehr eifrig die unbefruchteten Laichkörner vom Blatt zupfte und je mehr sie putzte und zupfte, desto mehr auch befruchtete Eier, fraß sie dabei weg, bis am Ende alle Eierchen verschwunden waren. Mittlerweile scheinen sich auch Silver und Aurin zu einem Paar zusammenzufinden. Panda verteidigt noch immer die rechte Aquarienhälfte und Silva setzt sich in der linken Hälfte durch, wobei er seine Grenzen immer weiter in Richtung Panda und O'brian ausweitet - er ist einfach forscher als Panda.
Da sich in Silver und Aurin ein 2. Pärchen gefunden zu haben scheint, habe ich bereits 3 meiner Skalare an andere Aquarianer weitergegeben ...

Das Ergebnis all der Mühen:


Montag, den 15.01. 18

7 Trichopsis pumila sind eingezogen


Mittwoch - 17.01.2018

Heute hat es geschneit, als würde Frau Holle die Betten mit ganz besonderem Elan ausschütteln, dass es nur so eine Freude war. Aber auch im Aquarium gab es etwas zu sehen: Aurin und Silver haben endlich auch gelaicht. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, denn Aurin hatte ihre Laichröhre bereits seit 3 Tagen recht weit ausgebildet. Sie und Silver putzten auch hie und da mal etwas lustlos an der linken vorderen Glasscheibe, jedoch fielen die Vorbereitungen für das erste gemeinsame Gelege im Vergleich zu Panda und O'brian doch eher nebensächlich aus. Dafür aber haben beide Fische die linke Aquarienhälfte recht vehement gegen ihre anderen Beckeninsassen verteidigt. Aurin und Silver beanspruchen ein größeres Revier als Panda und O'brian. Da in meinem Guppy-Aquarium die Echinodorus aquartica zu einem mehr als doppelt so großen Exemplar herangewachsen ist, als sie laut Wasserpflanzengärtnerei hätte ausfallen sollen, entschloss ich mich, das gute Stück in das Skalarbecken zu pflanzen. Direkt in Silver und Aurins Revier - und siehe da! Nachdem ich die Säuberungs- und Umgestaltungsmaßnahmen im Aquarium beendet hatte, zeigten die 2 laichreifen Fische schon großes Interesse an den breiten Blättern des Echinodorus'. Nur 3 Stunden später konnte ich den sauber aufgereihten Laich auf einem der Blätter erkennen ...

Hier sind sich die 2 Fische noch nicht einig, auf welchem der großen Echinodorus Blätter das Gelege abgesetzt werden soll, und so werden vorerst einmal ein paar mehr Blätter gereinigt ...


So sieht mein 450 l Aquarium also heute, am 17.01.2018, aus:

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Mitte April 2018 fand mein großes Gesellschaftsaquarium ein Ende. Ich habe alle Skalare an andere Aquarianer abgegeben und die meisten Guppies sind zu einer Freundin gezogen. Nur der Schwarm schwarzer Phantomsalmler, die Knurrenden Zwerge und die Ancistren mit samt ihrer Kinderschar sind geblieben und schwimmen nun in meinem 160l Aquarium.